Award
für nachhaltiges Bauen

Bauunternehmen und Stiftung verleihen zum 7. Mal DMK Award für Nachhaltiges Bauen

Der 24.03.2015 wurde für 3 Architekturbüros zu einem sehr erfolgreichen Tag – diese Architekten sind Preisträger des DMK Award für nachhaltiges Bauen.

Impressionen von der Preisverleihung erhalten Sie hier

Herr Bürgermeister Karl Heinz Krug unterstrich mit seinen Worten an die Gäste der feierlichen Preisverleihung den wichtigen Stellwert des nachhaltigen Bauens. Für seine Stadt, Bad Homburg, nimmt er Einfluss auf eine durchdachte Bauweise neuer Bauprojekte unter Beachtung von Qualität und Nachhaltigkeit, die sich ideal in das Stadtbild einfügen. Er verwies auch auf neue Baugrundstücke, auf denen vor allem Effizienzhäuser entstehen sollen.

Herr Matthias Krieger, Geschäftsführer der Bauunternehmung Krieger + Schramm und Wohltätiger durch seine Dagmar + Matthias Krieger Stiftung betonte, wir müssen unsere Erde enkelfähig machen. Das Bauen ist sein Herzensprojekt und die vorausschauende Planung und Gliederung unserer Städte und Gemeinden liegt in den Händen der Planer, Architekten und Bauunternehmen. Deshalb ist es so immens wichtig, dass Planer und Ausführende schon möglichst früh gemeinsam Ziele und Eckpunkte für das entstehende Projekt definieren und gemeinsam an einem Strang ziehen. So ist Krieger + Schramm stets auf der Suche nach Grundstücken – um schon früh mit den Architekten und Planen den Bewohnern ein hochwertiges Zuhause zu bieten und den Charme der Städte mit passender Bauweise zu erweitern.

Die Fachjury, mit dem Vorsitzenden Herr Prof. Alexander Reichel - Architekt aus Kassel und Professor an der Hochschule Darmstadt - bewertete die zahlreichen Projekte nach ökologischer Qualität, ökonomischer Qualität, soziokulturelle und funktionale Qualität, technischen Qualität und der Prozessqualität. In drei Kategorien wurde in diesem Jahr der begehrte Preis verleihen, jeweils mit einem Preisgeld von über 2.000 Euro – gestiftet durch die Dagmar + Matthias Krieger Stiftung. In den Kategorien Einfamilien/Doppel/Reihenhäuser, Mehrfamilienhäuser und öffentlich/gewerbliche Objekte konnten die Architekten Ihre Bauwerke einreichen. Nachdem alle Projekte kurz vorgestellt und die Besonderheiten herausgestellt wurden, stieg die Spannung fühlbar.

Preisträger in der Kategorie EFH/DH/RH

bb22 architekten + stadtplaner, Frankfurt  mit dem Projekt Effizienzhaus-Plus , Pro-Klima-Haus in Bad Homburg.

Herr Martin Wilhelm, Architekt und Planer dieses Hauses nahm den Award für nachhaltiges Bauen sehr gern an. Ihm gelang trotz schwieriger Bebauungssituation und nachteiliger  Sonnenausrichtung das Haus so zu konzipieren, dass weit mehr Energie erwirtschaftet wird, als der 4-Familie-Haushalt benötigt. Sogar die Gewerbeeinheit innerhalb des Hauses profitiert von diesen Vorzügen. Auch der Bauherr Steffen Klawitter freute sich über die Auszeichnung und betonte, dass es nicht immer einfach gewesen sei, das hochgesteckte Ziel zu erreichen. Aber die Planungs- und Ausführungszeit über drei Jahre hat sich gelohnt. Die Familie fühlt sich wohl und das System funktioniert – ein würdiger Preisträger.  

Preisträger in der Kategorie MFH

Das Architekturbüro Christoph Mäckler aus Frankfurt wählte eine vorzügliche Bebauung innerhalb dichter Ansiedlung.  Der Neubau des fünfgeschossigen Wohnhauses mit 12 Wohnungen setzt sich sowohl mit dem Städtebau der Nachkriegszeit als auch mit dem Thema innerstädtisches Wohnen in unmittelbarer Nähe zu Dom und Altstadtquartier auseinander.

Das Gebäude selbst ist in zwei um wenig gegeneinander verschobene schmale rechteckige Baukörper geteilt, deren schieferbedeckte Spitzgiebel und verschieden gestaltete Putzfassaden die Eigenständigkeit der beiden Gebäudehälften betonen; horizontale Rillen des roten Kammputzes erzeugen durch das entstehende Licht- und Schattenspiel eine große Lebendigkeit. Die Mauerung aus hochgedämmten Ziegelsteinen – eine zusätzliche Dämmung an der Fassade ist nicht nötig – ermöglicht im Zusammenspiel mit der dezentralen, kontrollierten Be- und Entlüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung eine hohe Energieeffizienz (Passivhaus-Niveau).

Preisträger in der Kategorie öffentliche/gewerbliche Objekte

Die Stadt Oberursel hat sich für eine Weiterentwicklung des zukünftig 7-zügigen Gymnasiums am innerstädtischen Standort entschieden. Die besondere Herausforderung für die v-architekten aus Köln bestand darin, das relativ große Bauvolumen auf dem sehr knappen Grundstück in den städtebaulichen Kontext zu integrieren. Die Erweiterung umfasst 3 U-förmige Klassenhäuser, einen langgestreckten Riegel mit naturwissenschaftlichen Fachklassen, eine 3-fach-Sporthalle, Ganztagsräume, eine Tiefgarage für 120 Stellplätze sowie eine Aula mit Mensanutzung für bis zu 1.700 Schüler. Ein zentraler Schulhof bildet die Mitte des Ensembles.

Das ökologische Konzept sieht eine mindestens 30-prozentige Unterschreitung der Grenzwerte der gültigen Energieeinsparverordnung vor. Dieses Ziel wurde durch eine hochwärmedämmende Gebäudehülle und den Einsatz einer kontrollierten Be- und Entlüftung mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung erreicht. Ein unter der Tiefgarage befindlicher Lufterdwärmetauscher minimiert den Heizbedarf. Die Grundlast der Heizung wird durch Geothermie abgedeckt. Die natürliche Belichtung aller Aufenthaltsräume und aller oberirdischen Erschließungsbereiche trägt zur Reduktion des Strombedarfs bei. Im Ergebnis wurde der Primärenergiebedarf um 50% und die Grenzwerte des Transmissionswärmeverlustes um 62 % unterschritten. Damit weist das neue Gebäude einen mit dem Passivhausstandard vergleichbar geringen Energieverbrauch auf (Primärengergiebedarf = 113 kWh/qma).

Die drei Preisträger nehmen mit der Auszeichnung am FIABCI Prix d’Excellence Germany teil, haben so die Chance auf die Teilnahme am internationalen Wettbewerb FIABCI Prix d’Excellence International und können so mit Ihren Projekten weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt werden.

Der Abend der Preisverleihung im schönen Ambiente der Orangerie im Kurpark wurde nach der Auszeichnung der Preisträger abgerundet mit einem 3-Gänge-Dinner für die Teilnehmer und Gäste sowie mit der Gelegenheit in Gespräche und Austausch zu kommen.

Über die Dagmar + Matthias Krieger Stiftung (DMK)

Grundsatz

Die Stiftung verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke. Sie fördert und unterstützt Sport, Kultur und Bildung. Wir fördern gerade junge Menschen, die unsere Zukunft prägen und künftig gestalten. Wir fördern Projekte die nachhaltig wirken.

Leitgedanke

Wir haben die Idee, eigene Maßnahmen zu ergreifen. Sie dienen der nachhaltigen positiven Gestaltung der Zukunft. Durch Förderung und Unterstützung engagieren wir uns vielfältig und leisten einen Beitrag für unsere Gesellschaft. Wir wollen als Träger von Veranstaltungen Preisgelder, Stipendien vergeben, sowie weitere Unterstützung gewähren, auf den Gebieten von Wissenschaft und Forschung, der allgemeinen Sportförderung, insbesondere der Förderung von jungen Menschen und auf den Gebieten von Kultur und Bildung.

Intention

Die Stiftung verfolgt die Absicht, wichtige Säulen des menschlichen Lebens positiv zu gestalten. Insbesondere soll die Jugend durch Förderung und Unterstützung motiviert werden, die eigene Bildung voran zu bringen, Sport zu treiben und am kulturellen Leben teilzuhaben.

www.krieger-stiftung.de

Über Krieger + Schramm

Neben dem Hauptsitz der Krieger + Schramm GmbH & Co KG im thüringischen Dingelstädt agiert das Bauunternehmen in zwei weiteren Niederlassungen in Kassel/Lohfelden und Frankfurt/Main. Das 70-köpfige Team arbeitet in den Geschäftsbereichen Technik (Rohbau, Schlüsselfertigbau, Sanierung und Gesundes Wohnen), Projektentwicklung und Vertrieb.

Unternehmerischer Erfolg ist für das Bauunternehmen Krieger + Schramm eng mit einer wertebasierten Unternehmenskultur verbunden, die Partnerschaft, Dialog, Transparenz und Leistung fördert. Seit vielen Jahren arbeitet und lebt die Firma nach diesem Wertemanagement, das Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie gesundheitsfördernde Maßnahmen ganzheitlich einschließt. Die Ziele werden in der jährlich stattfindenden Jahresplanung mit allen Mitarbeitern definiert. MitarbeiterInnen zu begeistern, ist dabei erklärter Wille der Geschäftsleitung. Dazu gehören ein umfangreiches Schulungs-, Prämien- und „Begeisterungs“-Programm. Dies beinhaltet u.a. eine Gewinn- und Kapitalbeteiligung für alle Mitarbeiter, leistungsorientierte Bezahlung und eine ausgeglichene Work-Life-Balance. Alle Beschäftigte nutzen Arbeitszeitkonten, auf denen Überstunden für die Schlechtwetterphase „angespart“ werden können, um so saisonbedingte Entlassungen zu vermeiden.

www.krieger-schramm.de