Award
für nachhaltiges Bauen

Preisträger seit 2010

2017


Kategorie: Einfamilienhaus

LANG + VOLKWEIN Architekten, Darmstadt - "energy+ home in Mühltahl"

Auszug aus dem Juryprotokoll: Dieses Projekt steht stellvertretend für eine Generation von Gebäuden aus den 70ziger Jahren, deren Substanz energetisch nachgerüstet werden muß, aber aufgrund der Substanz noch zu wertvoll ist, um abgebrochen zu werden. Durch die Vermeidung des Abbruches verringert sich der Aufwand von sogenannter grauer Energie, dem Einsatz von Energiemengen zur Herstellung von Gebäuden. In überzeugender Weise gelingt es den Verfassern mit geringen konstruktiven Ergänzungen und gezielten baulichen Öffnungen der Geschosse bis unter das Dach ein großzügiges, offenes Wohnhaus zu gestalten. Die Farb- und Materialwahl beschränkt sich dabei auf einige wenige, u.a. regionales Holz und Faserzementplatten, teilweise sogar wiederverwendet, aber alle recyclingfähig. Neben der sanierten wärmegedämmten Hülle, die zu einem geringen Endenergieverbrauch von 12,3KWh/m2a führt, leistet der Umbau auch den Nachweis, daß Sanierungen als Plusenergiehäuser möglich sind. Die auf dem Dach installierte PV-Anlage reicht in der Jahresbilanz aus, um den Energiebedarf des Gebäudes einschl. Nutzerstrom vollständig zu decken und zusätzlich elektrische Energie für ein Elektroauto mit ca. 20.000km Jahresleistung zu erzeugen. Die nachhaltigen Kriterien werden in allen Kategorien vorbildlich erfüllt, nicht zuletzt im Planungsprozess, der ausgehend von einer forschungsbasierten integralen Planung bis hin zum begleitenden Monitoring führte. Die hohe Qualität der Arbeit wird aber auch in der Selbstverständlichkeit sichtbar, mit der die vielfältige Gebäudetechnik gestalterischen Ausdruck findet. 

 

Kategorie: Mehrfamilienhaus

Architekturbüro ars tectandi, Bad Brückenau - "in-mit-aus der Natur"

Auszug aus dem Juryprotokoll: Ziel der Verfasserin des Gebäudes ist nach ihren Aussagen ein Min-Tech-Haus, das mit minimalen Technikeinsatz und aufgrund der Materialität und Ausführung nachhaltig ist. Mit Hilfe der Natur, so die Verfasserin soll das Gebäude „Erlebt-Erzeugt-Erfahren“ werden. Dies gelingt, indem konsequent bei der Ausführung des Gebäudes auf ein Material gesetzt wird. Die Wandkonstruktion besteht aus einem regionalem Massivholzprodukt, das in einem speziellen Verfahren luftdicht verkämmt wird und trotzdem diffusionsoffen bleibt. Damit wird nach Angaben der Verfasserin nicht nur eine leim- und metallfreie Konstruktion, sondern darüber hinaus auch eine folienfreie Konstruktion ermöglicht. Die Wandkonstruktion mit 0,19W/m2K führt zusammen mit…  zu einem Endenergiebedarf von 34 KW/ m2a. Anhand von Baustellenbilder werden überzeugend diese gesundheitlich unbedenklichen ideellen Vorgaben nachgewiesen, und zu einem disziplinierten Mehrfamilienhaus umgesetzt. Geschickt erhält jede der 4 Nutzeinheiten aus dem Gelände heraus einen eigenen Eingang, die Grundrisse sind präzise und geordnet gesetzt. Nicht ganz überzeugt der gestalterische Ausdruck des Gebäudes, bei dem sich die hochwertige und nachhaltige Konstruktion nicht mitteilt, sondern zu sehr auf gewohnte Sehweisen setzt.

 

Kategorie: Öffentliche / Gewerbliche Projekte

schneider+schumacher Architekten, Frankfurt - "Garten- und Umweltamt Frankfurt/Main"

Auszug aus dem Juryprotokoll: Der Neubau eines zentralen Verwaltungsgebäudes mit Werkstatt und Halle besticht durch seine Stringenz entlang der Frankfurter Bahngleise. Mit den gezielt eingesetzten architektonischen Mitteln wie Wiederholungen der Elemente sowie der gekurvten Fassade wird die 220m lange Fassade wirkungsvoll gegliedert. Die Treppenhäuser werden dabei als vertikale Räume erlebbar gestaltet. Bewußt eingesetzte Räumlichkeit läßt aus dieser Alltagsaufgabe „Büro“ Architektur entstehen. Durch die geschickte Nutzung der städtischen Restfläche entsteht neben dem Impuls für das benachbarte Viertel, ein in der Nutzung hybrides Gebäude, das die gegensätzlichen Anforderungen aus Werkstatt und Betriebshof sowie Büro und Konferenz bzw. Kantine miteinander vereint. Die im obersten Geschoß angesiedelte Kantine verlagert den öffentlichen Raum für die Mitarbeiter auf das Dach, mit seiner spektakulären Aussicht. Das Gebäude folgt im Großen und Ganzen den Regeln eines Passivhauses und setzt zur Ressourcenschonung und Kühlung integrierte Kühldecken und adiabate Verdunstungskühlung ein, das Regenwasser wird zum Waschen in der Maschinenhalle verwendet. Nicht zuletzt die Nutzung dauerhafter Materialien, ausreichender Fahrradstellplätze und der Einrichtung einer E-Tankstelle führte bei der Zertifizierung der DGNB zur Bewertung der Nachhaltigkeitskriterien mit über 80% und damit zur Plakette aus Platin, der höchsten Auszeichnung. So ist auf dieser Konversionsfläche in Frankfurt ein moderner nachhaltiger Stadtbaustein entstanden. 

 

Sonderpreis: Sanierung / Bauen im Bestand

Architekturbüros foundation 5+, Kassel - Gesamtschule in Melsungen

Auszug aus dem Juryprotokoll: Bei der Sanierung der Gesamtschule in Melsungen gelingt den Verfassern mit einem klugen Rückbau einzelner Gebäudeteile die Öffnung zur umgebenden Landschaft und damit die Wiederherstellung des ursprünglichen städtebaulichen Konzepts der Schule aus den 50ziger Jahren. Durch einen Erhalt und die Ertüchtigung vorhandener baulicher Strukturen und deren zeitgemäßer Weiterentwicklung entsteht eine überzeugende Sanierung, die sowohl den zusätzlichen Funktionen der Schule als auch dem geänderten schulischen Lernformen Rechnung trägt. Der ehemalige Zweibund der Klassenräume wird innerhalb eines sehr wirtschaftlichen Rahmens zu einer transparenten und abwechslungsreichen Lernlandschaft transformiert. Die Abbruchmaterialien werden vor Ort recycelt und als Schotter für den Unterbau weiterverwendet. Eine Hackschnitzelheizung sorgt gemeinsam mit einer PV-Anlage für die Energieerzeugung und dient, genauso wie die dezentrale Lüftung einem angemessenen zurückgenommenen Einsatz technischer Mittel. Hervorzuheben sind auch die vielfältigen Abstimmungen und Beteiligung der Lehrer, Eltern und Schülerschaft, die damit zu einer gelungenen Prozessqualität beitragen. Insgesamt stellt dieses Projekt einen sehr qualifizierten Beitrag dar, der gerade aus den Fesseln des Bestandes seine nachhaltigen, sozialen und räumlichen Qualitäten entwickelt.

 

2016

Kategorie: Mehrfamilienhaus (Sanierung)

o5 architekten bda, Frankfurt - Projekt „Effizienzhaus Plus im Altbau, Neu-Ulm“

Kategorie: Mehrfamilienhaus (Neubau)

Baufrösche Architekten und Stadtplaner GmbH, Kassel - „Wohnen an der Promenade“, einem Wohnungsbau in Passivhausbauweise in Heidelberg


Kategorie: Gewerbliche/Öffentliche Projekte

spa. schmidtplöcker (und werner sobek), Frankfurt - "Ganzheitliche Sanierung der Sparkasse Dieburg in Groß-Umstadt zum Passivhaus"

2015

Kategorie: Einfamilienhaus/Doppelhaus/Reihenhaus

b22 architekten + stadtplaner, Frankfurt - Projekt Effizienzhaus-Plus , Pro-Klima-Haus in Bad Homburg


Kategorie: Mehrfamilienhaus

Christoph Mäckler, Frankfurt - Neubau des fünfgeschossigen Wohnhauses mit 12 Wohnungen

Kategorie: Gewerbliche/Öffentliche Projekte

v-architekten, Köln - Erweiterung Gymnasium Oberursel

 

2014

Kategorie: Einfamilienhaus/Doppelhaus/Reihenhaus
ADOBE Architekten & Ingenieure GmbH, Erfurt - Passivhaus [plus] am Hang in Nordhausen


Kategorie: Mehrfamilienhaus

Baufrösche Architekten u. Stadtplaner GmbH, Kassel - Mutter-Kind-Haus in Frankfurt

Kategorie: Gewerbliche/Öffentliche Projekte

Freitag Hartmann Sinz Architetken, Berlin - Verwaltungsgebäude in Passivbauweise in Cölbe

2013

Platz 1: Voigt und Herzig, Darmstadt - Neubau "Emma-Grundschule" mit Einfeld-Sporthalle und Ganztagseinrichtungen in Seligenstadt

Platz 2: Angela Fritsch, Darmstadt - Internationale Schule Seeheim-Jugenheim

Platz 3: Schultze und Schulze, Kassel - Erweiterung Heinrich-Schütz-Schule Kassel

Sonderpreis: Earlybirds, Frankfurt/Main - Green Home 3.0

 

2012

Platz 1: Ramona Buxbaum, Darmstadt - Schule am Kiefernwäldchen

Platz 2: Baufrösche Architekten, Kassel - Grundschule, KITA, 2 Feld-Sporthalle

Platz 2: Marcus Schmitt, Frankfurt/Main - Ziehenschule

 

2011

Platz 1: B&V Braun Volleth Architekten, Frankfurt - Neubau des Betreuungszentrums für die Stiftung Waisenhaus

Platz 2: m3-baukunst, Darmstadt - Stöffel-Park Wandel eines Basaltabbaugebietes zur Kulturlandschaft

Platz 3: Schultze + Schulze Architekten BDA, Kassel - Schul- und Gemeinde-Bibliothek Lohfelden mit Schulverwaltung, Umweltlabor, Mensa

Platz 3: A-Z Architekten BDA, Wiesbaden - Freie Waldorfschule Wiesbaden

 

2010

Platz 1: opus Architekten, Darmstadt - opusHouse

Platz 2: Kissler + Effgen, Wiesbaden - Hörsaal Hochschule Sankt Georgen

Platz 3: Ohlmeier Architekten, Kassel - Neubau Bürogebäude Kassel